Persönliche Beiträge

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Ein Dokument der Schande

Leserbrief

                                       „ Es ist ein Dokument der Schande...“

Betr.: aktueller

 Weltklimabericht April 2022

 

„Es ist ein Dokument der Schande, das die Weichen klar in Richtung einer unbewohnbaren Erde stellt“, so UN- Generalsekretär Gueterres zum aktuellen Weltklimabericht (ARD Tagesthemen, 4.4.21). Er erhebt schwere Vorwürfe gegen Wirtschaft und Politik. Der Bericht ist ein verzweifelter Appell schnellstens zu handeln, das Pariser 1,5 Grad Klimaziel zu erreichen. Die kommenden Jahre bis 2030 sind entscheidend. „Jetzt oder nie“, so Jim Skea, Co-Vorsitzender der zuständigen Arbeitsgruppe (SZ 5.4.22).

Doch über Jahre verfehlen wir dieses Ziel, haben die warnenden Aussagen der letzten Weltklimaberichte missachtet, hecheln mit dem Ausbau erneuerbarer Energie einem ständig steigenden Energiebedarf hinterher, jetzt auch durch Windräder in LSG- oder Naturschutzgebieten oder mit Solarpaneelen auf Nahrungsflächen(!).

Soll das die Lösung sein? In Deutschland sind im Jahr 2021 die CO2-Emissionen um 4,5% gestiegen - trotz verstärkten Ausbaus von erneuerbaren Energien. Zugleich stieg das Wirtschaftswachstum um 2,9%. ( EJZ 16.3. und 31.3.22)

Doch die Sucht nach immer mehr Wachstum beherrscht weiterhin Politik und Wirtschaft. Wir führen Krieg gegen Klima und Natur. Wir fahren den Energiebedarf nicht zurück, orientieren uns immer noch nicht daran, dass mit Rückgang von Wachstum die CO2- Emissionen sinken, wie es bei der Finanzkrise 2009 und der Coronakrise 2020 drastisch der Fall gewesen ist und mit der Ukraine Krise der Fall sein wird.

Was ist zu tun? Entscheidend für unsere Zukunft: Die Wirtschaft muss sich dem Erreichen des 1,5 Grad Klimaziels konsequent unterordnen. Zuerst das Klima und dann die Wirtschaft – und nicht umgekehrt! Die Regierung selber muss der Bevölkerung schonungslos sagen, wie dramatisch die Situation wirklich ist und dass es mit einem schnellen Ausbau erneuerbarer Energien und dem Einsatz neuester Technologien allein nicht getan ist. Sie muss die Bevölkerung darauf vorbereiten, dass, so wie es der aktuelle Weltklimabericht fordert, wir grundlegend unsere  Lebensweise, unser Konsumverhalten ändern müssen, und uns Lebensformen zuwenden, die wenig Energie verbrauchen und so die CO2- Emissionen reduziert werden (vgl. SZ, 5.4.2022).

Doch wie wenig wir bereit sind, weniger Energie zu verbrauchen und Einschränkungen hinzunehmen, zeigt das Scheitern selbst eines Tempolimits und zeigen die wahnwitzigen Forderungen, den Zeitpunkt des Kohleausstiegs sowie den Atomausstieg zu überdenken, weil befürchtet wird, dass aufgrund des Krieges in der Ukraine die Energieversorgung knapp wird.

Unser so genannter Wohlstand darf keinerlei Einschränkungen erfahren. Eher setzen wir die Zukunft der Menschheit aufs Spiel.

 

Hermann Klepper, Banzau

Mitglied Wachstumswende Wendland

 

 

 

 

Hermann Klepper „ Es ist ein Dokument der Schande...“r.: aktue, 2010.04.22

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