Persön­liche Beiträge

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...von einzelnen Mitgliedern der WachstumsWende Wendland

Ein klares NEIN zur Brücke Neu Darchau

Leserbrief EJZ

                                      Ein klares NEIN zur Brücke Neu Darchau

Betr. Brücke Neu Darchau

„Die nächsten zehn Jahre entscheiden darüber, wie die nächsten 10 000 Jahre für unsere Zivilisation werden“, so eine Stimme der Scientists for Future zum Klimawandel.(EJZ 19.5.)

                                                    Das Karlsruher Urteil zum Klimaschutzgesetz, Aussagen des Weltklimaberichts 2018 oder der Weltorganisation für Meteorologie entsprechen dieser Aussage. Es ist eine Vorstellung, die in ihrem ganzen Ausmaß unser Hirn nicht fassen kann.

Es wird eng. In den kommenden zehn Jahren muss die Menschheit, muss die jetzt lebende Generation alles dafür tun, auch in Lüchow/Dannenberg, um katastrophalste Lebensbedingungen für kommende Generationen noch abschwächen zu können.

 Man kann eigentlich nur noch  schreien, wenn man in Anbetracht dieses Klimageschehens die Argumente hört, die zum Teil hemdsärmelig und blind daher kommen, und immer noch den Bau einer Brücke Darchau – Neu Darchau unterstützen, so wie es im vergangenen Kreistag geschehen ist. Es ist für mich erschütternd, wie wenig auch von der existentiellen Bedrohung dieser Welt, in der wir leben, wahr genommen und entsprechend gehandelt wird.

        Der Klimawandel bedroht uns existentiell, wir müssen handeln. Dazu gehört eine grundlegende Verkehrswende: Das bedeutet deutlich weniger Autos, kleinere Autos, kein Bau weiterer Autobahnen und keine weiteren Straßen für den Autoverkehr. Nicht nur, dass der Bau der Brücke eine Unterstützung ist für ein „Weiter so“ im Straßenverkehr, der Bau der Brücke sowie der Bau des zum Teil auf Betonpfeilern geplanten Zubringers geht auch einher mit einem gigantischen Verbrauch von Energie und Ressourcen aufgrund der Produktion von Stahl und Beton.

                   Unsere Welt wird immer enger, lauter, hektischer. Naturräume wie die Elbtalaue, in denen Menschen Ruhe finden und sich erholen können, gewinnen immer mehr an Wert. Dieser Wert würde der Elbtalaue um Neu Darchau mit dem Bau der Brücke und mit dem zunehmenden Verkehr genommen, Menschen belastet durch Lärm und Abgase.

                    Und wie krank ist es, für diesen ganzen Wahnsinn auch noch zig- Millionen Euro auszugeben, statt dieses Geld einzusetzen für dringende Klimaschutzmaßnahmen, wie dem Ausbau des ÖPNV  oder der Sanierung und Bau von Radwegen. Die Kosten für den Bau der Brücke wurden schon 2015 auf etwa 70 Millionen Euro geschätzt und die Unterhaltungskosten würden jährlich ca. 1,5 Millionen Euro betragen.

                       Eine Brücke Darchau – Neu Darchau darf es nicht geben! Der Kreistag muss alles dafür tun, den Bau der Brücke zu verhindern und sich konsequent an seinem Leitbild orientieren. Darin steht: „ Wir sehen in den Klimaschutzzielen eine der größten Herausforderungen der Menschheit“ und: „Wir lieben die Vielfalt und Schönheit unserer Natur...und erhalten und  bewahren sie mit ihren Werten“.

 

Hermann Klepper, Banzau

Tel. 05845/1249

SOLI- Fraktion Kreistag

 

 

 

 

 

  

 

Hermann Klepper, 0.06.202021

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