Persön­liche Beiträge

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...von einzelnen Mitgliedern der WachstumsWende Wendland

Ohne Maßhalten wird es nicht gehen

Leserbrief EJZ

                                          

 

 Betr. UN-Klimabericht,            Ohne Maßhalten wird es nicht gehen

          SZ 27. 2. 2021

 

„ Alarmstufe Rot für unseren Planeten“, so der UN- Generalsekretär Guterres  zum UN-Klimabericht Ende Februar. Die Erwärmung der Erde schreitet weiter voran. Das Pariser Klimaziel, die Erderwärmung bis 2030 auf 1,5 Grad zu begrenzen, liegt in weiter Ferne. Wir steuern weiterhin auf einen Punkt zu, bei dem sich Klimaprozesse verselbständigen und eine weltweite Klimakatastrophe nicht mehr aufzuhalten ist.

Mit der Coronakrise sind weltweit innerhalb eines Jahres die Co2- Emissionen um 7% gesunken, weil unter anderem weniger produziert, weniger konsumiert, das Auto weniger benutzt oder weniger geflogen wurde..

 An diesen Klimafakten muss sich die ganze Gesellschaft, müssen sich Wirtschaft und Politik, ob auf Gemeinde- oder Bundesebene, bei allen klimarelevanten Entscheidungen orientieren:  Schnellstens muss gehandelt werden und die Notwendigkeit des Maßhaltens darf nicht verdrängt werden.

Dieser Notwendigkeit entspricht die vor Ostern laufende zukunftsweisende Initiative „Fasten für den Klimaschutz“ der  Landeskirche unter dem Motto „So viel du brauchst“. Es geht um die Fragen: „Was brauche ich wirklich?“, „Kann nicht auch eine „Kultur des Weniger“ verbunden sein mit einem „Mehr an Lebensqualität?“ Es geht um Maßhalten, um Selbstbegrenzung, um Änderung unseres Konsumverhaltens und soll Menschen anregen im ganz persönlichen Alltagsleben das Klima zu schützen und Rohstoffe zu schonen. Viele Menschen gehen schon diesen Weg

Von Suffizienz, vom Maßhalten, ist jedoch in Wahlprogrammen politischer Parteien  wenig zu lesen. Die Grünen, die EU, jetzt auch die SPD, sprechen von einem „Green New Deal“, von grünem Wachstum, von einer Wirtschaft, die über modernste Technologie und  mit 100% erneuerbarer Energie ( in 30 Jahren?) den CO2 Ausstoß reduzieren will, unter anderem mit grünem Wasserstoff oder Elektromobilität. „Green New Deal“ ist das Heilsversprechen, mit dem vor der Wahl um Stimmen geworben wird, mit der fatalen Botschaft, wir können ganz beruhigt sein. Doch mit modernster Technologien allein, ohne Suffizienz, wird das Pariser Klimaziel nicht erreicht werden können.

 Wenn wir noch die Zeit dafür nutzen wollen, eine drohende Klimakatastrophe abzuschwächen und darüber hinaus auch noch verhindern wollen, dass die Erde  durch die Gewinnung von Rohstoffen weiter übernutzt und kaputt gemacht wird, darf eine ökologisch ausgerichtete Wirtschaft die gewonnene erneuerbare Energie nicht blind verschwenden für die Produktion von irgendwas und immer mehr , sie muss diese konsequent dazu verwenden, fossile Energie  zu ersetzen und - sie muss sich der dringenden Notwendigkeit des Einsparens von Energie und Rohstoffen im Sinne von Suffizienz unterordnen.

 

 

Hermann Klepper

Banzau- Tel.: 05845/1249

 

Hermann Klepper, 17.03.202021

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