Persönliche Beiträge

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...von einzelnen Mitgliedern der WachstumsWende Wendland

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Wohin geht die Reise?

Naturzerstörung
Leserbrief EJZ

                                             Wohin geht die Reise?

Betr.

Naturzerstörung

 

„Könnt ihr denn mit der Erde machen, was ihr wollt?“ So die Frage des Indianerhäuptlings Seattle im Jahre 1854 angesichts der Naturzerstörung durch die Industrialisierung und der Landnahme weißer Siedler. Diese Frage ist aktueller denn je. Weltweit schreitet die Naturzerstörung voran, einhergehend mit einem dramatischen Rückgang der Biodiversität.

Weltweit erleben wir eine zunehmende Zerstörung der Natur und Umwelt durch Förderung von Öl, Kohle oder Seltener Erden - selbst im Regenwald, in der Arktis oder Tiefsee.

Selbst in einem Weltnaturerbe wie das Wattenmeer plant die Politik nach Gas zu bohren oder auf der Insel Rügen einen gigantischen Terminal für Flüssiggas zu bauen. Naturschutzverbände warnen vor den Auswirkungen auf die Umwelt.  

Unter der Vorgabe einer Gleichrangigkeit von Ökologie und Ökonomie beabsichtigt die Bundesregierung, die Elbe für die Wirtschaft an 345 Tagen im Jahr trotz zunehmend niedriger Wasserstände schiffbar zu machen und nimmt dafür in Kauf, dass das gesamte Ökosystem Elbe mit seinen Schutzgebieten von einzigartiger Fauna und Flora gefährdet wird. Und wenn die Planung des von der Ampelkoalition kürzlich beschlossenen Baues von 144 weiteren Autobahnprojekten umgesetzt sein wird, werden Tausende Quadratkilometer Natur zerstört sein. Auch selbst gesetzlich geschützte Flächen wertvollster Natur will die Politik für die Gewinnung erneuerbarer Energien opfern. Falls bei uns nach Vorgaben des Landes eine Fläche von über 31 Quadratkilometern (EJZ 8.1.23) besetzt sein wird von Windrädern und riesigen Solarflächen, wird auch der besondere Charakter unseres Landkreises verloren gehen. Er bedeutet für viele Menschen, die hier leben oder die sich hier erholen wollen, ein Stück Lebensqualität. Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energie gehören auf Dachflächen von Wohnhäusern, Parkanlagen, Gewerbegebieten oder dorthin, wo Flächen eh schon versiegelt sind und Natur kaputt ist, etwa an Autobahnen!   

Und Deutschland missachtet die EU- Richtlinie „.zur Erhaltung natürlicher Lebensräume und zum Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen..“ ( EJZ 21.4.2023). Dem entspricht auch das Ergebnis einer Studie der Wirtschaftsuniversität Wien und der Umweltstiftung WWF, nach der innerhalb der EU Deutschland neben Großbritannien durch seine Importe von Rohstoffen der größte Treiber bergbaubedingter Waldzerstörung ist (EJZ 17.4.23). „Unser Hunger nach Rohstoffen zerstört anderswo Wälder, vergiftet das Grundwasser und raubt Menschen und Tieren ihre Lebensgrundlage“ (WWF). Hinzu kommt der unersättliche Hunger nach mehr und noch mehr Energie für unsere Art zu leben, was uns vom 1,5 Grad Klimaziel entfernt und in eine Klimakatastrophe führt. Mit unserem von einem Konsum ohne Maß bestimmten „Wohlstand“ zerstören wir unsere Lebensgrundlagen.   

 

Hermann Klepper

Banzau - Tel. 05845/1249

 

 

Hermann Klepper, 05.03.2023

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