Persön­liche Beiträge

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...von einzelnen Mitgliedern der WachstumsWende Wendland

Klimawandel

Leserbrief, Elbe-Jeetzel Zeitung

Unsere Lebensgrundlagen sind gefährdet, die Lebensgrundlagen unserer Kinder, die unserer Enkel und all der Menschen, die danach leben wollen. Die Menschheit ist dabei, sich selbst zu zerstören.

Schon jetzt spüren wir weltweit die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels, obwohl die Erderwärmung „nur“ um ca.1, 1 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit gestiegen ist. Der Weltklimabericht 2018 warnt: Wir haben etwa noch zehn Jahre Zeit, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen und uns damit vor noch dramatischeren Auswirkungen des Klimawandels zu schützen. Radikalste Veränderungen in allen Lebensbereichen werden angemahnt. Mit jedem Zehntel Grad mehr, so der Weltklimarat werden sich Hitzeperioden, Überflutungen, der Anstieg des Meeresspiegels und Artensterben verstärken, werden mehr Menschen zu Klimaflüchtlingen, weil sie ihren Lebensraum verlassen müssen.
Damit wir unseren Lebensstil weiter so leben und an die erforderlichen Rohstoffe gelangen zu können, werden Kriege geführt und wir zerstören weltweit Umwelt und Natur, beuten damit andere Menschen aus und nehmen ihnen ihre Lebensgrundlage. Wir gefährden durch Plastikmüll und durch Folgen der Überdüngung in der intensiven Landwirtschaft das Leben in den Meeren.

Wie gehen wir damit um? Wir sehen, dass eine Veränderung in Politik, Wirtschaft und im Konsumverhalten von Verbraucher/Innen schwer zu erreichen ist, dennoch wollen wir der bedrohlichen Entwicklung auf unserem Planeten etwas entgegen setzen, Verantwortung übernehmen. Hoffnung gibt uns, dass es nicht nur bei uns in Deutschland, sondern weltweit sehr, sehr viele Initiativen mit vielen jungen Menschen gibt, die sich beharrlich und mit großem Engagement für eine grundlegende gesellschaftliche Veränderung einsetzen. Wir sehen uns mit unserer Arbeit als ein kleiner Teil dieser Bewegung, als Teil dieser Wachstumswendegemeinschaft.
Bedeutend für mich im Zusammenhang mit Hoffnung ist ein Satz von Vaclav Havel, den wir vielleicht auch mit aufnehmen könnten: „ Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat – egal wie es ausgeht“.

Hermann Klapper, 06.05.2019

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